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Wir stellen fest


  • Die Bildung ist die zentrale Investition in eine nachhaltig starke Wirtschaft und Voraussetzung für eine funktionierende Gesellschaft. Die  Bildungsfunktionäre  unterliegen dem Trugschluss, dass eine teure Bildung automatisch eine gute Bildung sei. Da viel Geld in ineffiziente und bildungsfremde Angelegenheiten gesteckt wird, bleibt unsere Bildungsqualität weltweit nur Mittelmass.

  • Die Bildungsausgaben werden immer öfters für Integrationsmassnahmen missbraucht. Die von den moralischen Staatsphilosophen unterwanderten Bildungsdirektionen versuchen das Bildungssystem nach ihren linken Ideologien umzuformen.

  • Das Bildungssystem wird mit übereilten und überflüssigen Projekten und Reformen überhäuft. Das Bildungssystem entfernt sich immer mehr von seiner Kernaufgabe, dem Unterricht.

  • Volksschule: Wenn ausländische, der deutschen Sprache nicht mächtige Kinder einen Grossteil der Klasse ausmachen, leidet der Lernfortschritt stark. Die Lehrer sehen sich mit immer aggressiveren Kindern konfrontiert, während ihnen die Hände gebunden sind und sie nahezu nichts dagegen unternehmen dürfen. Die Gewaltbereitschaft, insbesondere an der Volksschule, nimmt immer mehr zu. Nicht zuletzt auch aufgrund einem zu hohen Ausländeranteil und der Tatsache, dass diese oft der deutschen Sprache nicht mächtig sind. Die „Integrative Förderung“ läuft mit dem Ziel, verhaltensauffällige und lerngestörte Kinder in die Regelklassen zu integrieren, in die falsche Richtung.

  • Berufslehre: Das weltweit einzigartige Berufslehrwesen verbindet eine theoretische Bildung in der Schule mit praxisarbeit im Betrieb. Der administrative Aufwand für Unternehmen, welche Lehrlinge ausbilden, nimmt laufend zu. Dies zeigt auch die gescheiterte Reform der neuen kaufmännischen Grundausbildung. Der Staat diktiert den Firmen in immer mehr Bereichen vor, wie sie sich zu verhalten haben und verhindert so, dass neue Lehrstellen geschaffen werden. Massnahmen wie Bildungsfonds oder Ähnliches schaffen keine zusätzlichen Lehrstellen. Ein Klein- oder Mittelunternehmen (KMU) bildet Lernende aus Überzeugung aus. Dies solange, wie es dem Unternehmen möglich ist, die Administration überhaupt zu bewältigen.

  • Kantonsschule: Der Ansturm auf die Gymnasien bleibt ungebrochen. Dadurch sinkt leider der Qualitätsstandard der Gymnasien. Die Hochschulen bemängeln die ungenügenden Kenntnisse der Maturanden, da diese ihren Anforderungen nicht mehr genügen. Das Ziel der Bildungsfunktionäre ist es, die Maturitätsquote zu erhöhen. Die Realität zeigt aber, dass die Kantone mit der höchsten Maturitätsquote die grösste Jugendarbeitslosigkeit ausweisen.

  • Hochschule: Vermehrt wurden in den letzten Jahren Fachhochschulen gegründet. Für Berufe, die früher ohne Bachelor- oder Mastertitel erlernt werden konnten, wird nun ein Studium vorausgesetzt. Obwohl einheitliche Bezeichnungen existieren, sind die Anforderungen keineswegs überall gleich hoch. Anstatt sich auf die Qualität der Ausbildung zu konzentrieren, geht es vermehrt um die Titel. Dies kennen wir bereits aus Ländern wie Deutschland und Österreich. In der Praxis ist aufgrund der Flut von Studienrichtungen und Abschlüssen keine Transparenz mehr vorhanden und es ist völlig unklar, welche Bedeutung den jeweiligen Titeln beigemessen werden kann.

  • Uni: In letzter Zeit haben sich die Universitäten auf Reformen konzentriert. Unter dem Motto der Vereinheitlichung wurden das Bolognasystem und damit unter anderem die Gleichstellung von Fachhochschulen und Universitäten forciert. Der Systemwechsel hat zu einer „Verschulung“- d.h. zu vermehrter Präsenzpflicht sowie stärkeren Strukturen - und somit zur Verschlechterung der Qualität geführt. Gleichzeitig steigen die Studentenzahlen jährlich an. Meist dauert die Studienzeit länger als die notwendigen 4-6 Jahre. Mit den tiefen Studiengebühren kann nur ein Bruchteil der hohen Kosten finanziert werden.

  • Weiterbildung: Bildung endet nicht mit dem Abschluss eines Diploms. Vielmehr erfordert die moderne Informationsgesellschaft eine Bereitschaft zu lebenslangem Lernen. Die praktische Berufserfahrung wird gegenüber theoretischem Wissen abgewertet. Jede Branche benötigt nicht nur Theoretiker sondern auch Praktiker.

 

Wir fordern

  • Auch in Zukunft muss der Staat in die Bildung investieren. Dennoch sollen Ausgaben für zweckentfremdete Projekte werden. Das Ziel der Bildung muss eine Gesellschaft sein, welche in der Wirtschaft und im internationalen Wettbewerb erfolgreich bestehen kann. Darum ist im Bildungswesen ein stärkerer Praxisbezug anzustreben. Die Neugestaltung des Bildungswesens, welche die Schulen immer mehr zu einer Sozialinstitution verkommen lassen, müssen gestoppt werden. Die wichtigste Reform „zurück zu den Wurzeln des Bildungswesens“ muss umgehend in Angriff genommen werden.

  • Alkohol, Zigaretten und Betäubungsmittel sind nicht zu dulden und mit harten Massnahmen zu bestrafen.

  • Gewalt an Schulen ist aufs Schärfste zu verurteilen und entsprechend zu ahnden. Straftaten sind mit Null-Toleranz zu belangen.

  • Volksschule: Die Schule hat die Aufgabe, die Schüler auszubilden und nicht zu erziehen. Dennoch sollen die Lehrer die Kompetenzen haben, Disziplin und Ordnung im Unterricht durchzusetzen. Es darf nicht sein, dass Lehrpersonen auf Druck von Eltern und Bildungsfunktionären Wertvorstellungen anderer Kulturen übernehmen und in den Schulunterricht integrieren müssen.

  • Fremd-religiöse Symbole und Gewänder sind in der Schule nicht zu dulden. Die Volksschule ist verpflichtet, zur Integration beizutragen und somit unsere religiösen und kulturellen Ansichten weiterzugeben. Die Lehrpersonen sind im Bestreben zu unterstützen, wieder Ruhe und Ordnung in die Schulbetriebe zu bringen.

  • So genannt moderne Leistungsbeurteilungen, die auf Notengebung verzichten, lassen keine Rückschlüsse auf die wahren Fähigkeiten eines Schülers zu. Nur konkrete Noten sind in der Lage, die Leistungen eines Schülers zu bewerten. Auch im zukünftigen Arbeitsleben werden Leistungsbeurteilungen immer einen hohen Stellenwert haben.

  • Die sportliche Betätigung in der Schule gehört zu den Grundpfeilern für eine gesunde Gesellschaft, weshalb der Sportunterricht keinesfalls vernachlässigt werden darf.

  • Die Kinder dürfen nicht in einem frühen Stadium mit zu vielen Fremdsprachen überfordert werden. Der Stellenwert und die Wichtigkeit von Mundart und Schriftsprache in der Schule ist wieder mehr anzuerkennen.

  • Ausländische Kinder, welche die deutsche Sprache nicht beherrschen, sollen in Integrierungsklassen eingegliedert werden. Erst wenn sie genügende Sprachkenntnisse mitbringen, werden sie in die Regelklassen integriert. Im Kindergarten ist Mundart zu sprechen. Sozialpolitische Projekte wie Grundstufe, Hort, Krippen, ec. Haben in der Volksschule nichts zu suchen. Diese Projekte haben die Verstaatlichung unserer Kinder und die Entmündigung der Eltern zum Ziel.

  • Berufslehre: Den Unternehmen, allen voran den KMU, muss in der Lehrlingsausbildung mehr Freiraum zugestanden werden. Die Firmen bilden die Lehrlinge als zukünftige Arbeitnehmer aus und sind deshalb an der bestmöglichen Ausbildung interessiert. Ausbildende Unternehmen  durch Bildungsfonds in ihrer unternehmerischen Freiheit einzuschränken ist der falsche Weg. Es müssen durch steuerliche Abzugsmöglichkeiten und weniger Bürokratie Anreize geschaffen werden. Die Akademisierung der Berufsschulen muss unterbunden werden.

  • Kantonsschule: Strengere Aufnahmebedingungen und Abschlussprüfungen sollen einen weiteren Massenzulauf zu den Gymnasien verhindern und zu einem besseren Bildungsniveau der Maturanden führen. Nur so kann den hohen Anforderungen der Universitäten entsprochen werden.

  • Hochschule: Fachhochschulen müssen Studienrichtungen anbieten, die für die Praxis auch wirklich relevant sind. Schweizweit sind die Anforderungen gleich hoch zu setzen. Es muss wieder ein höheres Niveau angestrebt werden, was strengere Massstäbe voraussetzt.

  • Universität: Ziel der Universitäten muss es sein, die Studenten auf hohem Niveau bestmöglich auf die Berufswelt vorzubereiten und ihre Selbständigkeit und ihr Verantwortungsbewusstsein zu fördern. Aus diesem Grund sind die Studiengebühren zu erhöhen und die Studiendauer auf maximal 10 Jahre zu beschränken.

  • Um den Zugang für alle Einkommensschichten offen zu halten, ist die Möglichkeit eines zinslosen Darlehens einzurichten, das nach Ende des Studiums zurückgezahlt werden kann. Grundsätzlich sind die Leistungserwartungen an die Studenten hoch zu halten. Die Durchlässigkeit des Bolognasystems ist mittels der Möglichkeit von Aufnahmeprüfungen einzuschränken.

  • Weiterbildung: Privatpersonen wie auch Unternehmen sollen zusätzliche Steuerbegünstigungen für Weiterbildungen gewährt werden.


Im Klartext

- Zurück zur Kernaufgabe Unterricht an der Volksschule
- Höhere Studiengebühren in Darlehensform
- Weniger Bürokratie für Lehrbetriebe
 
 

 
 

(C) 2005 Junge SVP des Kantons Zürich