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Wort zum Abstimmungssonntag PDF Drucken E-Mail
Sehr verehrte Leserinnen und Leser

 

An diesem Sonntag werden wir Stimmbürgerinnen und Stimmbürger uns wieder an die Urne begeben und auf gute, alt hergebrachte Tradition unseren persönlichen Entscheid über ein Anliegen auf nationaler Ebene beitragen. Es geht um ein wichtiges Thema, die Waffeninitiative. Ich habe mich in diesem Bereich stark informiert, da ich selber als Schütze und ehemaliger Armeeangehöriger betroffen bin. Ich bin soweit davon betroffen, dass ich diese Abstimmung als Misstrauensvotum verstehen muss, und zwar gegen rund 600‘000 Menschen, darunter mich selber. Es geht vordergründig um die Verhinderung von sogenannten Affekt-Suiziden oder häusliche Gewalt mit Einsatz einer Feuerwaffe. Ich gebe recht, ein Suizid oder ein Mord ist immer einer zu viel! Doch als lizenzierter Schütze muss ich meine Waffe offenkundig nicht abgeben, nun was denken Sie? Bin ich nun wirklich gegen Suizidgedanken oder Mordabsichten immun, nur weil in meinem Portemonnaie eine Lizenzkarte des örtlichen Schiessvereins ist? Wohl kaum! Es geht vordergründig nicht um die Abschaffung unserer heutigen Armee, laut Aussage des Initiativkomitees. Sogleich sollte man nicht vergessen, wer unter anderem im Initiativkomitee ist: GSoA, JUSO, SP Schweiz. Alles Organisationen oder Parteien, welche die Abschaffung der Armee als politisches Ziel verfolgen! Parteien, welche zunehmend eine zentralisierte und regulierte Gesellschaft fordern und fördern. Ich fühle mich zunehmend durch deren Aktionen und Initiativen um meine Selbstverantwortung betrogen. Zugleich, neben dem Umstand der freien Meinungsäusserung und des Stimmrechts, betrachte ich die Ordonanzwaffe als den grössten Vertrauensbeweis meines Landes an mich! Die Auswirkung auf die Schiessvereine sind noch nicht wirklich abschätzbar, doch wird durch die zusätzlichen Hürden der Schiesssport weit weniger attraktiv für den Nachwuchs, und doch ist das der grösste Wert der Schützenvereine, da diese den Jungschützen Respekt, Achtung und Verantwortung auf diese Weise vermitteln können! Die Lösung, dass jeder Schützenverein eine bestimmte Menge an Leihwaffen für Jungschützen bereithalten kann, ist meiner Ansicht nach eine fadenscheinige Ausrede, denn als Sportschütze muss ich meine persönliche Waffe auf mich einrichten. Jeder Schütze schiesst anders, sieht anders und ziehlt anders. Die Waffeninitiative als Ganzes ist zun einem eine sinnlose Sache, und zum anderen ein weiterer Stein, der dem Fundament unserer Gesellschaft und ihrer Eigenart gestohlen wird. Deswegen fordere ich Sie auf, an diesem Sonntag ein «NEIN »zur sinnlosen Waffeninitiative einzulegen!
 
 

 
 

(C) 2005 Junge SVP des Kantons Zürich