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Glattaler vom 12. August 2011: Energie sparen per Initiative? Im Artikel des letzten Glattalers „Energie sparen per Initiative?“ gibt Thomas Maier einige Ratschläge, wie Energie eingesparte werden kann. Dies ist Gut und Recht. Denn Jedermann hat die Möglichkeit sich Ratschläge zu holen, einfach und kostenlos über Internet-Suchmaschinen. Jeder der die Möglichkeit und den Willen hat, solche Massnahmen umzusetzen, soll dies auch tun. Nur bringt hierfür die Initiative 2000-Watt-Gesellschaft etwas?
Die erwähnte Initiative fordert, dass das Ziel 2000-Watt-Gesellschaft in die Gemeindeordnung geschrieben wird. Ein Ziel in die Gemeindeordnung zu schreiben, welches frühestens in 139 Jahren umgesetzt werden kann, macht keinen Sinn. Keiner kann vorhersehen, wie sich die Technologie und die Gesellschaft in den nächsten 139 Jahren verändern, ich gehe auch davon aus, dass dies niemand von uns erleben wird. Dürfen wir uns erlauben zukünftige Generationen derart einzuschränken, mit einem Ziel, welches vielleicht in wenigen Jahren bereits wieder revidiert wird. Dieses Ziel überwachen und Massnahmen definieren, soll eine sogenannte 2000-Watt-Kommission. Eine Kommission, welche heute bereits besteht, einfach unter dem Namen Energie-Stadt-Kommission. In der Energie-Stadt-Kommission, bestehend aus drei Stadträten, ist auch der Stadtrat der Grünliberalen Partei vertreten. Die Energie-Stadt-Kommission kann bereits heute Experten beiziehen, wie es in der Initiative gefordert wird. Der einzige Unterschied ist, dass nicht automatisch Mitglieder des Gemeinderats Einsitz in dieser Kommission haben. Hier stellt sich doch die Frage: Möchten gewisse Gemeinderäte einfach in einer weiteren bezahlten Kommission Einsitz nehmen? Finanziert soll das ganze über Konzessionsabgaben werden. Eine weitere Abgabe an die Stadt, welche Dübendorf finanziell noch unattraktiver macht. Eine Stadt, in welcher der Steuerfuss bekanntlich viel zu hoch ist. Dass es den Initianten mit der eigenen Initiative nicht ganz wohl ist, zeigt sich auch klar darin, dass sie einen stark abgeschwächten Gegenvorschlag im Gemeinderat unterstützt hätten. 2000-Watt-Gesellschaft ist eine Initiative welche die Eigenverantwortung und Freiheit der Dübendorferinnen und Dübendorfer einschränkt ohne dabei ein erreichbares Ziel zu haben. Lassen Sie sich durch diese Initiative nicht täuschen und stimmen Sie NEIN am 04. September 2011. Patrick Walder, Nationalratskandidat JSVP ZH |