Von Cyrill Huber, Vorstandsmitglied – Beisitzer – Junge SVP Kanton Zürich

Dübendorf, 14. August 2025

Wohneigentümer werden heute für ihren Besitz bestraft. Denn sie zahlen eine Einkommenssteuer auf ein Einkommen, das gar nicht existiert. Jetzt haben wir endlich die Chance, dies zu korrigieren und den Eigenmietwert abzuschaffen

Der Eigenmietwert entstand 1934 als „Eidgenössische Krisenabgabe“ mittels Notrecht und wurde im Zweiten Weltkrieg in die Wehrsteuer überführt. Damals diente er dazu, den Staat gegen die Weltwirtschaftskrise und den Nationalsozialismus zu wappnen. Beides haben wir zum Glück lange hinter uns gelassen – doch die Geistersteuer lebt weiter. Offenbar lebt das eidgenössische Steueramt immer noch im letzten Jahrtausend, denn neunzig Jahre später bezahlen wir noch immer eine Steuer auf ein Einkommen, das wir nie eingenommen haben.

Denn der Eigenmietwert besteuert das theoretische Einkommen, das man erzielen würde, wenn man seine eigenen vier Wände vermieten würde – Achtung Konjunktiv. Eigenheimbesitzer versteuern also eine fiktive Miete, die sie „an sich selbst“ zahlen – und zahlen somit Einkommenssteuern auf ein Einkommen, das nicht existiert. Dieser Logik zufolge müsste ein Teilzeitangestellter auch Einkommenssteuern auf ein 100-Prozent-Pensum leisten. Und wofür eigentlich? Genau: Damit der Staat dieses Geld dann im Asylwesen verbrennen kann.

Insbesondere junge Familien gehen beim Kauf eines Eigenheims ein hohes Risiko ein: Sie verschulden sich und nehmen Hypotheken auf, um in den eigenen vier Wänden unabhängig und sicher zu werden – und werden für diese Voraussicht bestraft. Die Abschaffung des Eigenmietwerts macht deshalb den Erwerb von Wohneigentum wieder attraktiver: Vor allem junge Mittelstandsfamilien profitieren und erhalten einen echten Beitrag für ihre Wohneigentumsträume. 

Gleichzeitig ermöglicht das Wegfallen des fiktiven Einkommens einen schnelleren Schuldenabbau. Das eingesparte Geld fliesst direkt in die Tilgung von Hypothek und verringert die Zinslast. Eigenverantwortung lohnt sich wieder – je schneller Schulden reduziert werden, desto früher gehört das Zuhause wirklich einem selbst.

Am 28. September haben wir die Chance, diese Ungerechtigkeit abzuschaffen und den Eigenmietwert endlich in die Geschichtsbücher zu verbannen. Stimmen auch Sie JA – für weniger Bürokratie, fairere Besteuerung und mehr Eigenverantwortung!